Nordtoskana

Östliche Toskana

Westtoskana

Zentraltoskana

Südliche Toskana

Nordtoskana

Der Norden der Toskana hat für jeden Geschmack etwas zu bieten: Kunst, Architektur und Musikfestivals in den historischen Städten sowie unzählige Möglichkeiten für Sportler entlang der Küste und in den Bergen. Die Landschaft - Marmorbrüche, Gemüseanbaugebiete, Berge, Naturparks und Sandstrände - ist im übrigen nicht minder abwechslungsreich. Die sehr dicht besiedelte Ebene zwischen Florenz und Lucca ist dagegen in erster Linie von Industrie geprägt: Drei Viertel der italienischen Strickwaren stammen aus den Textilfabriken von Prato. Aber neben den industrialisierten Randgebieten besitzen Städte wie Prato, Pistoia und insbesondere Lucca auch einen historischen Stadtkern mit Kirchen, Museen und Galerien. Zu den Haupterzeugnissen dieser fruchtbaren und stark landwirtschaftlich orientierten Gegend zählen Spargel und Schnittblumen. Der Blumengroßmarkt von Pescia ist der größte Italiens. Östlich von Lucca, in Richtung Pescia, findet man zahlreiche Gärtnereien und Baumschulen, deren lange Reihen junger Bäume und Sträucher ins Auge stechen.

Nördlich von Lucca erwartet den Besucher wiederum eine ganz andere - Landschaft. Liebliches Hügelland, aus dessen Olivenhainen eines der besten Olivenöle Italiens stammt, geht allmählich über in wildromantische Berglandschaft die Garfagnana, die Alpi Apuane (Apuanische Alpen) und die Lunigiana mit ihren vielen Burgen und befestigten Städten aus der Zeit der Malaspina, deren Gipfel zu den höchsten der Toskana zählen (um 2000 m). Große Teile dieses Gebiets, dessen eindrucksvolle Landschaft Wanderer, Trekker, Reiter Drachenflieger gleichermaßen anzieht, sind heute Naturparks.

Die Küstenregion schließlich, die Versilia, kann mit einigen der mondänsten und beliebtesten Badeorte Italiens aufwarten. Sie reicht von Carrara, dem Zentrum italienischer Marmorgewinnung, bis nach Viareggio, der Hauptstadt der Region, und Torre del Lago Puccini, wo Giacomo Puccini beinahe alle seine berühmten Opern komponierte.

Östliche Toskana

Der Osten besticht durch seine außergewöhnliche Schönheit: von den Wäldern des Mugello und Casentino bis zu den Felsen von La Verna. Mystiker hatten stets ein Faible für diesen Winkel der Toskana, wo sich alte Mönchsorden bis heute gehalten haben. Kein Wunderalso, daß ein so rätselhafter Künstler wie Piero della Francesca dieser Region entstammt; seine Fresken zieren San Francesco in Arezzo.

Die A1 führt mitten durch den Osten der Toskana in südlicher Richtung  nach Arezzo und Rom.Doch abseits dieser vielbefahrenen Hauptverkehrsader trifft man nur  wenige Touristen in den buchen-, eichen- und kastanienbestandenen Hügeln.

Besonders reizvoll ist diese Gegend im Herbst, wenn sich die Wälder des Mugello und Casentino rotgold färben, die Pilz- und Trüffelsaison beginnt und diese einheimischen Delikatessen überall am Straßenrand feilgeboten werden.

Auf den Bergwiesen weiter östlich weiden Schafe, deren Milch zu Käse verarbeitet wird, und die den alten Römern heiligen weißen Rinder. Dieser Teil der Toskana ist das Land der Heiligen, Einsiedler und Klöster. In dem auf einem Berg gelegenen Kloster La Verna soll dem heiligen Franziskus das Wunder der Stigmatisation widerfahren sein.

Die Mönche des Benediktinerordens von Camaldolili (11. Jh.) wollten ursprünglich in völliger Abgeschiedenheit leben. Es kamen jedoch so viele Gläubige, daß man schon bald weitere Gebäude unweit des Klosters bauen mußte, und auch die Wälder in der Umgebung des Klosters Vallombrosa gelangten zu Berühmtheit, und zwar durch John Miltons Versepos Paradise Lost (1667).

Den Liebhabern der bildenden Kunst ist dieser Teil der Toskana als Heimat des Malers Piero della Prancesca ein Begriff. Der von ihm geschaffene und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts kaum gewürdigte Freskenzyklus in Arezzo gilt in heutiger Zeit als einer der schönsten der Welt.

Westtoskana

Eine hügelige Landschaft zieht sich südlich des Arnotales bis ans Meer, intensiv landwirtschaftlich genutz und von der Industrie verschont. Vom 11. bis ins 13. Jahrhundert hatte Pisa die zentrale Rolle gespielt. Heute ist Pisa eine Stadt mit 100.000 Einwohnern, die durch den Flughafen Galileo Galilei oft der erste Eindruck für den Toskanareisenden bildet. Mit seinem Hafen Livorno besitzt die Westtoskana einen wichtigen Zugang zum Thyrrenischen Meer.

Zentraltoskana

Dominiert vom Weinbau beinhaltet die Zentraltoskana so bekannte Anbaugebiete wie "Chianti" oder Montalcino mit dem weltberühmten "Brunello". Wahrscheinlich handelt es sich um diese in der Romantik als Uritalienisch betrachtete Landschaft, die schon Goethe zum Ausspruch "Auch ich in Arkadien" bewegte.

Gekennzeichnet wird die Landschaft durch die vielen Villen, Landgüter, herrschaftlichen Häuser und Gehöfte. Charakteristisch sind die Zypressen, die oft in Alleen die Wege zu den herrschaftlichen Häusern sämen. Die Erosionslandschaft der Crete ist bekannt für seinen würzigen "pecorino", den aus Schafsmilch hergestellten Käse. Olivenhaine und Weingärten zählen genauso zu den typischen Landschaftselementen wie die aus Naturstein errichteten uralten Kirchen am Wegrand.

Siena ist das Herz einer landschaftlich bezaubernden Region, die  hauptsächlich von der Landwirtschaft und der Schönheit historischer Städte wie San Gimignano und Pienza geprägt ist. Im Norden wird einer der besten Weine Italiens, der Chianti Classico, angebaut. Im Süden liegen die Crete mit ihren charakteristischen, im Laufe der Jahrhunderte vom Regen kahlgewaschenen Lehmhügeln.

Überall in den Weinbergen nördlich von Siena sieht man einzelne Bauernhäuser, Villen und herrschaftliche Schlösser, von denen mittlerweile viele in Luxushotels oder Ferienwohnungen mit Freizeiteinrichtungen wie Tennisplätzen, Swimmingpools und Reitställen umgebaut wurden. Daher ist dieser Teil der Toskana für einen Familienurlaub besonders beliebt.

Aus den Crete stammt auch der pecorino, der aus Schafsmilch hergestellt wird. Typisch für diese eher kahle, urwüchsige Landschaft sind die Zypressen, die man überall an Straßen und um einzelne Bauernhäuser herum als Windschutz gepflanzt hat.

Die Verbindung zwischen Norden und Süden ist die S2, die schon im Mittelalter von Pilgern und im 18. und 19. Jahrhundert von Bildungsreisenden benutzt wurde. Romanische Kirchen säumen die Straßen, während Burgen und Garnisonsstädte, die sich seit Jahrhunderten kaum verändert haben, das Landschaftsbild von Tälern und Pässen prägen.

Die Gebietsstreitigkeiten zwischen Florenz und Siena durchziehen große Teile der Geschichte. Mit dem Sieg von Montaperti im Jahr 1260 war Siena auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt. Der Niedergang kam mit der Pestepidemie und der Niederlage gegen Florenz nach der Belagerung 1554-55.

Da mehrere andere Städte der Region dasselbe Schicksal ereilte, geriet das Zentrum der Toskana allmählich in Vergessenheit. Doch nach Jahrhunderten der Vernachlässigung sind die spätmittelalterlichen Bauten in vielen Städten heute wieder restauriert, so daß gerade dieser Teil der Toskana für Architekturliebhaber sehr reizvoll ist.

Südliche Toskana

Der südlichste Teil der Toskana unterscheidet sich in seinem Charakter von allen anderen toskanischen Landstrichen. Hier ist es heißer und trockener, und die Hügel verschwinden unter dem dichtem Gestrüpp der aromatisch duftenden macchia. In den Städtchen und an den Sandstränden gedeihen Palmen, während im Landesinnern der Feigenkaktus die Grenzen der Felder markiert.

Die von Fischerdörfern und Stränden gesäumte Küste erfreut sich im Sommer großer Beliebtheit. Hier präsentieren sich Erholungsorte wie Monte Argentario, wo sich vor allem italienische Urlauber aus den Metropolen Rom und Mailand ein Stelldichein geben. Im Landesinnern laden die nahezu unberührten Berge zur Jagd auf Wildschweine und Rotwild ein.

Der als Maremma bezeichnete sumpfige Küstenstreifen ist noch nicht lange als Feriengebiet erschlossen. Zwar hatten die Etrusker und später die Römer die Sümpfe trockengelegt und in fruchtbares Ackerland verwandelt. Ihre Kanäle waren jedoch nach dem Ende des Römischen Weltreichs verlandet, so daß aus der Maremma wieder ein unwirtlicher, malariaverseuchter Sumpf wurde. Erst im späten 18. Jahrhundert legte man das Terrain erneut trocken, und die Malariamücke ist seit den fünfziger Jahren nach massivem Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln ausgerottet.

Die Region schlummerte seit der Römerzeit vor sich hin und war lange fast nur von Bauern und Fischern besiedelt. Städte und Monumente der Kunst oder Architektur findet man hier daher nicht so häufig. Allerdings gilt dieses Gebiet als Fundgrube für Archäologen, da hier kaum alte Bausubstanz für neue Gebäude wiederverwertet wurde. Durch die geringe landwirtschaftliche Nutzung konnte sich ein reiches Tier- und Pflanzenleben behaupten: Schmetterlinge, Schildkröten und Stachelschweine haben hier ein Refugium, Orchideen erfreuen das Auge.

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